Viel Lob bei der Eröffnung


Start für die AWO AnsprechBar

Sich ohne Konsumzwang mit Menschen zu treffen, die ein offenes Ohr haben und sich über die Herausforderungen des Lebens auszutauschen - viele Menschen brauchen und wünschen sich einen solchen Ort, ein solches Angebot. Darüber waren sich die Festgäste und Redner bei der offiziellen Eröffnung der AWO AnsprechBar in der Semmelstraße 46 einig.

AWO Bürgermeisterin Marion Schäfer Blake, stellvertretende AWO-Vorsitzende,
mit Oberbürgermeister Christian Schuchardt bei der Eröffnung der AWO AnsprechBar. 


100 Jahre nachdem Marie Juchacz in Berlin die Arbeiterwohlfahrt (AWO) als Selbsthilfeorganisation gründete und einen Tag nach der Eröffnung des neuen Marie-Juchacz-Hauses der AWO in Würzburg, sei ein idealer Zeitpunkt für den Startschuss für das neue Angebot des AWO Stadtverbandes Würzburg. Das betonte Bürgermeister Marion Schäfer-Blake, die in ihrer Eigenschaft als stellvertretende Vorsitzende des AWO Stadtverbandes teilnahm.

Reden und Zuhören ohne Konsumzwang

Oberbürgermeister Christian Schuchardt verglich den neuen Treffpunkt und Begegnungsort in der Semmelstraße 46 mit der kürzlich eröffneten neuen Stadtteilbibliothek am Hubland, wenn natürlich auch ein paar Nummern kleiner. Hier wie dort, so der OB, stehe der Mensch und nicht Technik im Mittelpunkt, gelte die Möglichkeit der persönlichen Begegnung mehr als schnelle und rationelle Abwicklung eines Programms. „Wir brauchen solche Orte in unserer Stadt, an denen sich Menschen aufhalten und miteinander Zeit verbringen können,“ so Schuchardt.

Persönliche Begegnung in digitalen Zeiten

Gerade in digitalen Zeiten, ergänzte der Würzburger Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib (SPD), brauche man Inseln wie die neue AWO AnsprechBar. „Hier treffen sich Menschen noch persönlich, nehmen sich Zeit für Begegnung und persönliche Gespräche und individuelle Unterstützung. - Und das ist heute wichtiger denn je. Es ist ein Trugschluss zu glauben, man finde das doch heutzutage alles viel besser im Internet.“ Die AWO habe sehr genau erkannt, was in der ansonsten ehrenamtlich gut aufgestellten Stadtgesellschaft noch fehle: „Die Bereitschaft der AWO in ein solches Angebot zu investieren, kann man gar nicht hoch genug schätzen.“

Großer Zulauf an Ehrenamtlichen

 Sie freue sich auf künftige gute Nachbarschaft mit dem AWO Stadtverband und dessen AnprechBar im Hannsheinz-Bauer-Haus der SPD, ergänzte die Würzburger SPD-Vorsitzende Freya Altenhöner.
Das neue Ehrenamtsangebot des AWO Stadtverbandes, erläuterte Ehrenamtskoordinatorin und Projektbetreuerin Traudl Baumeister, habe bereits großen Zulauf. In kurzer Zeit hätten sich bereits mehr als zehn Menschen unterschiedlichen Alters und mit verschiedensten Biografien bereit erklärt, sich in dem Treffpunkt ehrenamtlich zu engagieren. Gleichzeitig dankte sie den Verantwortlichen in Vorstand und Beirat des AWO Stadtverbandes für die Bereitschaft, das neue Projekt – „an dem mein Herz hängt“ - anzugehen und finanziell wie personell zu unterstützen. „Jetzt müssen nur noch die Gäste kommen“, hoffte sie.

Eine gelungene Feier

„Zeich mer den Platz, wo I wos anfang mit mei‘m Leben, zeich mer den Platz, wo mir gholfen werd und vergebn“, mit seinen fränkischen Liedern rundete Paullo Kraus die Aussagen der Festredner zur AnsprechBar ab. „Eine sehr gelungene Feier“, bestätigten beim abschließenden Eröffnungstrunk dann auch die übrigen Festgäste, wie etwa die CSU-Vorsitzende Christine Bötsch, MdB Bernd Rützel, die Stadträte Lore Körber-Becker, Jutta Henzler und Willi Dürrnagel sowie Marietta Eder und EvaMaria Weimann aus dem Vorstand der Bayern SPD sowie Herta Mainardy und Renate Jüstel, die bei der Umsetzung des Projektes kräftig mitgeholfen hatten.

Einladung zur Zwiebelkirchweih

Die nächste größere Aktion in der AnsprechBar ist die Teilnahme an der Zwiebelkirchweih am 24. August, ab 14 Uhr.

Öffnungszeiten

Mo./Di./Fr., 10-12 Uhr, 
Mi., 13-15 Uhr,
Do., 14-16 Uhr
und am 2. Samstag im Monat, 13-15 Uhr;
Tel. (0931) 61 93 66 09 (AB)
E-Mail: ansprechbar(@)awo-unterfranken.de